Laub vor meinem Fenster

Grünes Gewölk an steilem Geäst
Trägt die Nacht ,wie Säulen.
Mischt mit Licht das Grün zu Silber-
Und streichelt den Wind,
Verliebt in die Stille.
Fülle ‚Rauschen, geballte Lebenskraft,
Sommerschatten über altem Gemäuer. Laub!
Ersehnt, winterlang bis zur Lethargie
Bäume, Büsche ihr
Ganz Vogelgesang und Geflatter.
0, weit vom Herbst entfernt!
Noch den Atem des Frühlings in euch
Nachts steh ich am Fenster, nachts,
Wenn des Tages Schmerz vom Dunkel
Aufgesaugt!.
Steht wohl eine Frau hinter einem Vorhang
Einem Vorhang
Und hebt die Hand
Den Blättern zu.-
Atmet den Heuduft ,
Den Honig der tausend Blumem
Bis das Schild der Morgensonne
Sie aus schwebenden Träumen

Gedichte A bis Z