Dein Schlaf

Dein Schlaf ist nah, des Mundes Blüte steht
von heißem Atem überweht
geöffnet wie ein Kelch.
Die Wimpern schleppen
des Dunkels Vorhang
auf der Stunden Treppen
zum Schloss der Träume. –
Die schöne Stirn, geneigt, in Kissens Weiss,
wie Porzellan, gewölbt, vom Lieben heiß, –
still, dass sie kein erlebtes Bild versäume –
Wird froh von meinem Auge überwacht.
Die Stunden treiben fort
im Schilf der Nacht

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