An Ead (2)

Nun ist es Nacht, o Ead, dunkle Nacht.
Ich bin allein, Musik spielt an mein Ohr,
Doch du bist weit, die mich sehnsüchtig macht
Und schwarze Stunden stehen mir bevor.

Wie kann es sein, dass du dem reinen Tor
Verwandelt stets begegnest, Zaubermacht
Den fühlen lässest, der so viel verlor –
Und der in Liebe immer dein gedacht?

Oft bist du blond und blass wie Elfenbein,
Brokat umhüllt dich oder dunkler Taft,
Oft ist dein Haar gelockt, oft hoch gerafft.
Gram kann dein Auge sein und Leidenschaft
Und kalt dein Blut und heiß wie schwerer Wein,

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